Wie erstelle ich eine Website?

Einen Facebook-Account hat jeder, aber eine Website die wenigsten. Wie man eine erstellt und was man dazu braucht

Bei der Erstellung einer Website hat sich im Laufe der Zeit viel verändert. Waren anfangs noch teure Experten nötig, um eine Website zu erstellen und zu verwalten, kann heute jeder Laie mit ein paar Mausklicks eine Website erstellen und diese dann noch benutzerfreundlich verwalten. Doch wie kann ich eine Website erstellen?

Zuerst brauche ich einen Hosting-Anbieter, der mir einen PC (=Server) zur Verfügung steht, wo meine Website 24/7 abrufbereit für das Internet ist.

Danach muss ich mich entscheiden, ob ich meine Website selbst programmiere oder ein eigens dafür geschaffenes Programm (ein Content Management System – CMS) diese Aufgabe überlasse, und ich nur Inhalte schreibe wie bei einem Word-Dokument.

Hardcoding (selbst programmieren)

Unter Hardcoding versteht man, die Webinhalte, bestehend aus HTML, CSS und meist auch JavaScript, selbst zu schreiben. Das erfordert umfangreiche Kenntnisse in diesen Bereichen, sowie meist auch Erfahrungen mit Servern. Mit dem erforderlichen Know-How ist es allerdings empfehlenswert, vor allem bei großen Projekten seine Website so zu gestalten, da sie dann beliebig anpassbar ist und keine Grenzen gesetzt sind.

2.4.2 Content Management System (CMS)

Ein CMS ist meistens eine Website im Internet, mit dem man selbst Webinhalte erstellen kann. Ganz ohne HTML oder CSS-Kenntnisse. Es gibt eine Vielzahl von Vorlagen, die man verwenden und einfach – ähnlich wie ein Worddokument – umschreiben kann.

Proprietäre Software vs. Open Source

Viele CMS sind quelloffene Anwendungen, sogenannte Open-Source-Anwendungen. Hier ist der Quellcode für jeden einsehbar und meistens kann man auch noch Vorschläge zur weiteren Entwicklung einbringen. Diese Quelloffenheit
hat den Vorteil, dass man in seiner Version selbst Änderungen vornehmen kann, um das Programm mit seinen eigenen Ansprüchen übereinzustimmen.

Genau das Gegenteil davon sind proprietäre Anwendungen. Hier programmiert eine bestimmte Firma ein CMS und der Quellcode wird nicht freigegeben, damit es kommerziellen Nutzen daraus ziehen kann. Das klingt zuerst schrecklich, hat aber den Vorteil, dass diese Unternehmen dadurch viel Geld eintreiben und dieses meistens in die Weiterentwicklung des CMS stecken. Meistens muss man eine Lizenz kaufen, um die Software zu nutzen.

WordPress

Das CMS WordPress wurde anfangs für die Erstellung und Verwaltung von Blog-Webseiten entworfen, doch vor allem in letzter Zeit hat es sich zu einem Allround-Programm für Website-Betreuung entwickelt. Dabei ist ein Grund für diesen Durchbruch, dass es gratis für jeden verwendbar ist und man von seinem Open-Source-Code profitiert. Man kann WordPress also ganz nach seinen eigenen Wünschen verändern und verwenden.

Außerdem ist WordPress das am weitesten verbreitete CMS der Welt. Ein auch nicht zu übersehender Vorteil sind die tausenden Plug-ins, Erweiterungen und Themes, die zur Verfügung gestellt werden.

Die 10 beliebtesten CMS [Quelle: 1&1 IONOS SE]


Vorteile:
• Über 50.000 Plug-ins (zum Beispiel einen Cookie-Banner) und tausende Themes (Design- und Formatvorlagen)
• Suchmaschinenfreundlich generierte URLs
• Veröffentlichungstools und Verwaltungslösungen für mobile Anwender

Nachteile:
• Durch riesige Auswahl an Themes, Plug-ins und Widgets wurde das CMS schwerfälliger als die Konkurrenz
• Da es so weit verbreitet ist, wurde es zu einem bevorzugten Ziel von Hackern

Typo3

Typo3 ist ein CMS für den Enterprise-Bereich, also genau genommen ein EMS, quelloffen, und wird von einem professionellen Team von Entwicklern laufend aktualisiert. Speziell in den deutschsprachigen Ländern gilt es als eine perfekte Lösung für großangelegte Firmenportale und E-Commerce-Webseiten.

Vorteile sind unter anderem der riesige Funktionsumfang, einfache umzusetzende Lösungen für mehrsprachige Websites oder umfangreiche Rechteverwaltung. Es erfordert jedoch gewisse Fachkenntnis, meist ist eine längere Zeit für Einarbeitung notwendig.

Joomla!

Joomla! gilt als das zweitgrößte CMS nach WordPress. Die Webanwendung ist sowohl für Anfänger als auch Fortgeschrittene gedacht, das CMS ist während der Verwendung aber schwieriger zu bedienen als der Konkurrent WordPress.

Joomla hat viele Funktionalitäten bereits von Beginn an ohne Erweiterungen. Es hat eine gute Dokumentation zum Nachschlagen. Es ist außerdem möglich, selbst Extensions (=Erweiterungen) für seine Website zu entwickeln und mit der Joomla-Community zu teilen.

Das CMS ist jedoch vergleichsweise komplex und die Verwaltung der Rechte von Bearbeitern kann sich vor allem bei großen Projektvorhaben als schwierig gestalten.

Weitere CMS:
• Squarespace
• Drupal
• Wix
• Shopify

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